Masterpraktikum Primarstufe
Pädagogisch-praktische Studien · Master Lehramt Primarstufe

Den Unterricht von morgen forschend gestalten.

Im Team ein eigenes Unterrichtsprojekt entwickeln, an der eigenen Schule erproben, beforschen und für andere sichtbar machen. Hier finden Sie alles dazu: Termine, Aufgaben für Ihre Rolle und alle Unterlagen.

1 1. SEMESTER · PP501 Planung 2 2. SEMESTER · PP502 Praxisphase 1 3 3. SEMESTER · PP503 Praxisphase 2 4 4. SEMESTER · PP504 Abschluss Blog & Projektslam
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Wintersemester 2026/27

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Das Praktikum

So ist das Masterpraktikum aufgebaut

Im Masterstudium Lehramt Primarstufe planen Studierende im Team ein Unterrichtsprojekt. Sie setzen es in zwei Praxisphasen an ihren Schulen um, evaluieren es mit einer Begleitforschung und machen die Ergebnisse zum Schluss für andere sichtbar. Die meisten Studierenden sind bereits im Dienst und arbeiten im eigenen Unterricht.

Umfang
20 ECTS
Dauer
4 Semester
Projektteam
4–6 Studierende
Praxisphasen
2 × 5 ECTS
Beurteilung
mit / ohne Erfolg

Ziel: eine forschende Haltung

Forschen ist hier kein Projekt neben dem Unterricht. Es ist eine Haltung, mit der Lehrpersonen ihre eigene Praxis befragen. nach Cochran-Smith & Lytle (2009), Inquiry as Stance

Das Masterpraktikum baut auf dem Konzept Inquiry as Stance auf. Danach ist Forschung keine einmalige, zeitlich begrenzte Aufgabe. Sie ist eine dauerhafte professionelle Haltung. Lehrpersonen verstehen ihren Unterricht als Ort, an dem Wissen entsteht. Sie stellen Fragen an die eigene Praxis, erheben systematisch Daten, deuten sie mit Hilfe von Theorie und diskutieren sie mit Kolleg:innen. Wissen über guten Unterricht kommt so nicht nur von außen in die Schule. Es entsteht auch dort.

Im Curriculum heißt das: Studierende können ihre Praxis wissenschaftlich fundiert analysieren und für die Weiterentwicklung ihrer Rolle als Lehrperson nutzen.

  • FragenEine echte Frage an den eigenen UnterrichtAusgangspunkt sind eigene Interessen und schulische Bedarfe, keine vorgegebene Aufgabe.
  • MethodeSystematisch statt nebenbeiDie Begleitforschung wird in der Projektskizze geplant, mit passender Methode umgesetzt und im Portfolio ausgewertet.
  • TeamGemeinsam statt alleinDas Team vergleicht Ergebnisse aus verschiedenen Klassen. In der kollegialen Fallberatung werden Praxissituationen aus mehreren Perspektiven betrachtet.
  • TeilenWissen aus der Praxis sichtbar machenDie Ergebnisse werden präsentiert und über Video und Blog anderen Lehrpersonen zugänglich gemacht.
  • HaltungÜber das Praktikum hinausJede Person reflektiert die eigene Rolle als forschende Lehrperson und die persönlichen Entwicklungsziele.
  • forschendeHaltung FRAGEN METHODE TEAM TEILEN

Cochran-Smith, M. & Lytle, S. L. (2009). Inquiry as Stance: Practitioner Research for the Next Generation. New York: Teachers College Press.

Vier Module, vier Semester

PP501 · 4 ECTS

Planung

1. Semester · Wintersemester
  • Team bilden, Idee finden
  • Projektbegleitung suchen
  • Projektskizze 1 schreiben
VO Projektmanagement im schulischen Kontext 1 ECTSSE Methoden der Unterrichtsforschung 3 ECTS
Projektskizze 1 bis Ende Jänner
PP502 · 6 ECTS

Praxisphase 1

2. Semester · Sommersemester
  • Feinplanung und Umsetzung
  • Evaluation, laufende Dokumentation
  • Portfolio zur Praxisphase 1
  • Projektskizze 2
PR Praxisphase 1: Durchführung und Evaluation 5 ECTSUE Analyse und Reflexion 1 ECTS
Portfolio und Projektskizze 2 bis Ende Juni
PP503 · 6 ECTS

Praxisphase 2

3. Semester · Wintersemester
  • Projekt fortsetzen oder neues Projekt
  • Umsetzung und Evaluation
  • Portfolio zur Praxisphase 2
PR Praxisphase 2: Durchführung und Evaluation 5 ECTSUE Analyse und Reflexion 1 ECTS
Portfolio zur Praxisphase 2 bis Ende Jänner
PP504 · 4 ECTS

Abschluss

4. Semester · Sommersemester
  • keine Praxis an der Schule mehr
  • Blogbeitrag mit Infovideo
  • wissenschaftliches Poster, Projektslam und Marktstand
SE Reflexion und Dokumentation 1,5 ECTSDissemination Schulpraktikum 2,5 ECTS
Abschlussveranstaltung mit Projektslam

Ein Projekt, mehrere Schulen

Das Team entwickelt eine gemeinsame Idee und Fragestellung. Jedes Teammitglied setzt das Projekt dann in der eigenen Klasse um, also in unterschiedlichen schulischen Kontexten. Deshalb wird schon in der Planung festgelegt, welche Daten erhoben und wie die Ergebnisse verglichen werden. Im Portfolio stehen die Ergebnisse zweistufig: zuerst jede:r für den eigenen Standort, dann der Vergleich im Team mit Gemeinsamkeiten, Unterschieden und Schlussfolgerungen.

Die Teamarbeit selbst ist ein Ziel des Curriculums. Lehrpersonen sollen lernen, Unterrichts- und Schulprojekte strukturiert im Team zu planen und in selbstorganisierten Teams verschiedene Funktionen zu übernehmen, etwa Moderation oder Protokoll.

Zwei Wege zum Projekt

ProjektunterrichtProjekt zur Unterrichtsentwicklung
Fokusein sichtbares Produkt oder Ergebnisein verbesserter Lernprozess
Rolle der Lehrpersonorganisiert und begleitetforscht und analysiert
BeispieleSchülerzeitung, Theaterstück auf Englisch, Kunst aus Recyclingmaterial, forschendes Lernen an ExperimentierstationenWirkung verschiedener Feedbackmethoden, digitale Medien zur Differenzierung (z. B. Vorlese-Apps), Bewegung im Mathematikunterricht, Peer-Learning

Video: Dein Masterpraktikum

Ein Überblick in rund sechs Minuten: die beiden Projektformen mit Beispielen, eine Entscheidungshilfe und die nächsten Schritte.

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Wer beteiligt ist

An der Schule
Schulleitungwird informiert, bestellt die Mentor:in, unterschreibt die Projektskizze und schickt die Leistungsbeschreibung an das ZePPSZum Bereich →
Mentor:inbegleitet Studierende im Dienst vor Ort und schreibt die LeistungsbeschreibungZum Bereich →
Klassenlehrpersonnimmt Studierende ohne Dienstverhältnis in die Klasse auf und bestätigt den PraxiserfolgZum Bereich →
Im Zentrum
Projektteam4–6 Studierende planen gemeinsam, setzen jeweils an der eigenen Schule um und dokumentieren im gemeinsamen PortfolioZum Bereich →
Studierende im Dienstsetzen das Projekt im eigenen Unterricht um und werden von einer Mentor:in begleitet
Studierende ohne Dienstverhältnisarbeiten im Teamteaching bei einem Teammitglied, an einer selbst gewählten Schule oder an der Praxisschule der PH
An der PH
Leitung ZePPSKatharine Rümmele: organisatorische Ansprechperson und betreuende Hochschullehrperson für die Schulen, meldet die Mentor:innen an die Bildungsdirektion, trägt die Beurteilungen einkatharine.ruemmele@ph-vorarlberg.ac.at
Fachliche Projektbegleitungvom Team gewählte:r Dozierende:r, begleitet fachlich und begutachtet das PortfolioZum Bereich →
Institutsleitunggenehmigt die Projektskizzen
Betreuende Hochschullehrperson ist die Leitung ZePPS

Gegenüber Schulleitung und Mentor:in wird als betreuende Hochschullehrperson die Leitung des ZePPS (Katharine Rümmele) genannt, nicht die fachliche Projektbegleitung. Sie steht mit Schulleitungen und Mentor:innen in Kontakt.

Wie beurteilt wird

Die Praxisphasen (PP502 und PP503) werden auf zwei Ebenen beurteilt. Beide Rückmeldungen zusammen sind die Grundlage für die Gesamtbeurteilung.

Ebene Schule
Praxis am Standort

Studierende im Dienst: Leistungsbeschreibung der Mentor:in. Ohne Dienstverhältnis: Bestätigung des Praxiserfolgs durch die Schule.

Ebene PH
Portfolio

Fachlich-theoretische Beurteilung durch die Projektbegleitung mit dem Beurteilungsformular.

Die Leitung ZePPS trägt ein:mit / ohne Erfolg teilgenommen
Beurteilung nach Modul

PP501Planung

VO Projektmanagement im schulischen Kontextbenotet

Schriftliche Prüfung

SE Methoden der Unterrichtsforschungmit / ohne Erfolg

Projektskizze samt Aktionsplan. Sie ist der Workload des Seminars und Voraussetzung für die positive Absolvierung.

PP502 und PP503Praxisphase 1 und 2

Abgabe: Portfolio

Die schriftliche Dokumentation des Projekts mit Aktionsplan und Zeitdokumentation. Praxisphase 1 bis Ende Juni, Praxisphase 2 bis Ende Jänner.

Außerdem zählen

  • Umsetzung laut Projektskizze
  • aktive Teilnahme an der UE Analyse und Reflexion
  • Zusammenarbeit im Team und mit der Projektbegleitung
  • Leistungsbeschreibung bzw. Bestätigung der Schule

PP504Abschluss

  • reflektierte Aufarbeitung des Projekts
  • Teilnahme an gemeinsamen Reflexionsprozessen
  • Disseminationsformate
  • individueller Beitrag zur Projektarbeit

Arbeitsaufwand

Das Masterpraktikum umfasst 20 ECTS, also rund 500 Arbeitsstunden (1 ECTS = 25 Stunden). Die Balken zeigen, wofür die Zeit in jedem Modul gebraucht wird, alle im selben Maßstab.

Präsenz an der PH Unterricht in der Klasse Planung, Dokumentation, Ausarbeitung Selbststudium
500 hgesamt über vier Semester · 20 ECTS
Genaue Aufschlüsselung nach Lehrveranstaltung (laut Handbuch)
PlanungPP501 · 1. Semester
VO Projektmanagement im schulischen Kontext
1 ECTS / 0,8 SWSUEStunden
Präsenz Lehrveranstaltung PH12925
Workload & Selbststudium16
SE Methoden der Unterrichtsforschung
3 ECTS / 1 SWSUEStunden
Präsenz Lehrveranstaltung PH15~ 1175
Workload & Selbststudium~ 64
Gesamtworkload100
Praxisphase 1 und 2PP502 / PP503 · je Semester
PR Begleitete Praxisphase 1/2: Durchführung und Evaluation
5 ECTS / 2 SWS (Zeit im Unterricht)UEStunden
Projektumsetzung in der Klasse30~ 22125
Detailplanung Unterrichtsprojekt6045
Evaluation, Dokumentation & Reflexion~ 58
UE Analyse und Reflexion zur Praxisphase 1/2
1 ECTS / 0,8 SWSUEStunden
Präsenz Analyse & Reflexion PH12925
Workload & Selbststudium16
Gesamtworkload150
AbschlussPP504 · 4. Semester
SE Reflexion und Dokumentation
1,5 ECTS / 0,8 SWSUEStunden
Präsenz Lehrveranstaltung PH12937,5
Projektdokumentation (Portfolio)28,5
SE Dissemination zum Schulpraktikum
2,5 ECTS / 0,8 SWSUEStunden
Präsenz Lehrveranstaltung PH12962,5
Ausarbeitung Dissemination53,5
Gesamtworkload100

Die Werte basieren auf einem durchschnittlichen Zeitaufwand und dienen der Orientierung. Durch Stundenplan, Schulorganisation oder Unterrichtsverteilung kann es im Einzelfall Abweichungen geben.